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ØYVIND RIMBEREID
»ORGELSEE«

In deutscher und norwegischer Sprache
Moderation: Thomas Fechner-Smarsly

Die Orgel gilt als Instrument, das alle anderen Instrumente zu imitieren vermag. Bei dem norwegischen Lyriker Øyvind Rimbereid wird sie zum allumfassenden Sinnbild und zum poetischen Klangkörper: Mal bringt sie Trost, mal Zerstörung, mal steht sie für eine aufgegebene Industrie, mal für den Siegeszug des Kolonialismus, mal verkörpert sie gar die Hegelsche Philosophie. In Rimbereids Version und Vision dieses Totalinstruments hallt die weltumspannende Kommunikation technischer Apparaturen ebenso wider wie die Musik selbst, sei sie von J. S. Bach oder von The Doors.

Øyvind Rimbereid wurde 1966 in Stavanger geboren, der norwegischen ‚Ölhauptstadt‘, deren Wandel er in seinem Werk immer wieder zum Thema gemacht hat. Mit zahlreichen Preisen geehrt, gehört Rimbereid mit seinen bisher zehn Gedichtbänden zu den profiliertesten Dichtern Skandinaviens. Auf Deutsch liegen bisher vier Bücher vor, darunter „Solaris korrigiert“, „Herbarium“ und zuletzt „Orgelsee“ (Edition Rugerup). Im Lesungs-Gespräch mit seinem Übersetzer Thomas Fechner-Smarsly wird Rimbereid dieses ‚Konzeptalbum’ vorstellen, aber auch auf literarische Prägungen eingehen.

Eine Kooperation des Literaturhauses Bonn mit der Deutsch-Norwegischen Gesellschaft Bonn, der Universität Bonn (Abteilung für skandinavische Sprachen und Literaturen) und der Röttgener Buchhandlung

Röttgener Buchhandlung, Reichstr. 53, Bonn-Röttgen
Eintritt 10 € / 5 € ermäßigt (Karten nur über die Buchhandlung; Anmeldung erbeten) 

Foto: LHB