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JULIA FRIEDRICHS
»CRAZY RICH«

Moderation: Tilman Strasser

WAS WÜRDEN SIE MIT 1000 MILLIONEN EURO TUN?

Julia Friedrichs ist gelungen, was es so noch nicht gegeben hat: Sie bittet Superreiche zum Gespräch, und diese erlauben ihr umfassende Einblicke in ihre Welt und stellen sich ihren Fragen. Ist Vermögen eine Privatangelegenheit? Braucht es ein anderes Steuersystem? Kann es richtig sein, dass sich extreme Vermögen in den Händen ganz weniger ballen? Wann habe ich genug?
Ihre Recherchereise führt die Autorin zu Luxusjachten, in Family-Offices und Steueroasen. Im Gespräch mit Wissenschaftlern und Experten fördert sie exklusive neue Daten zutage über die vermögendsten Familien des Landes. Ein augenöffnender Trip durch die Welt des Geldes und ein vielschichtiger Blick auf jene, die sonst schweigen.
Superreich ist ein Mensch, der über viele Millionen Euro verfügt. Hierzulande sind es 3300 Personen, die 23 Prozent des gesamten Finanzvermögens besitzen. Aber auch in anderen Ländern nimmt die Zahl der Superreichen zu. Mit dem Geld, das man braucht, um ihre Superjachten auch nur ein Jahr instand zu halten, könnte man mittlerweile die Schulden aller Entwicklungsländer tilgen – auf einen Schlag.
Welches Ausmaß an Ungleichheit verträgt eine Gemeinschaft, verträgt die Demokratie, in der zumindest theoretisch jede Stimme gleich viel wert sein soll? Wie viel dürfen Einzelne für sich beanspruchen in einer Welt, in der die Ressourcen endlich sind? Müssen wir dem Reichtum Grenzen setzen?
Julia Friedrichs begibt sich auf die Spuren des Geldes. Eine eindringliche Reportage über die Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen.

Julia Friedrichs, 1979 im westlichen Münsterland geboren, studierte Journalistik in Dortmund und Brüssel. Seitdem arbeitet sie als Autorin von Reportagen und Dokumentationen für die ARD, das ZDF und die Zeit. 2024 gründete sie gemeinsam mit Jochen Breyer die Produktionsfirma Tell Me Why. Friedrichs hat mehrere hochgelobte Bücher verfasst, darunter die Bestseller „Gestatten: Elite. Auf den Spuren der Mächtigen von morgen“ (2008) und „Working Class. Warum wir Arbeit brauchen, von der wir leben können“ (2021). Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten, den Nachwuchspreis des Deutsch-Französischen Journalistenpreises, den Dr. Georg Schreiber-Medienpreis, den Grimme-Preis, den Hans-Matthöfer-Preis für Wirtschaftspublizistik, die Auszeichnung „Journalistin des Jahres 2022“ in der Kategorie Reportage und zuletzt den Stern-Preis 2024 für die ZDF-Dokumentation „Milliardenspiel“. Julia Friedrichs lebt mit ihrer Familie in Berlin.

»zwischen/miete nrw« heißt unsere Reihe für literarische Hausbesuche, die Literaturveranstaltungen in WGs realisiert. Als zwischen/miete diskursiv ist sie Partner der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Bonn. Immer mit einem Gast aus Journalismus, Aktivismus, Wissenschaft, immer mit einer Idee von Morgen.

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen
In Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung

Medienzentrum Bundeszentrale für politische Bildung, Bundeskanzlerplatz 2, Bonn
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten

Foto: LHB